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Schifffahrt mit der „MS Hubertus Interregio“ am Reschensee

Schifffahrt mit der „MS Hubertus Interregio“ am ReschenseeDas Ausflugsschiff "Hubertus" kann aufgrund von Bauarbeiten entlang der Straße beim Reschensee erst wieder im Sommer 2025 in See stechen.
Tretboote, Ruderboote, Motorschiffe: einmal Kapitän sein möchte jedes Kind, egal auf welchem Boot eigentlich. Am
Reschensee, in Graun im Vinschgau, kann auch dieser Wunsch in Erfüllung gehen und Kinderträume werden wahr wenn die „MS Hubertus Interregio“ in Richtung versunkener Kirchturm in See sticht.

Zahlreich sind die Seen in Südtirol allemal, aber nur am Reschensee im Vinschgau kann Groß und Klein mit einem richtigen Schiff einen kleinen Ausflug unternehmen. Ruder- und Tretboote sehen neben der „MS Hubertus Interregio“ klein aus, wenn es in Reschen heißt „Leinen los!“ und die Fahrt dann hinüber zum versunkenen Kirchturm geht.

„MS Hubertus Interregio“ am ReschenseeBlick auf den Reschensee im VinschgauSchifffahrt am Reschensee

Die „MS Hubertus Interregio“ ist 28 m lang, hat 50 Sitzplätze und wurde bereits im Jahre 1937 gebaut und sticht seit einigen Jahren während der Sommermonate in Reschen in See. Ein tolles Erlebnis das ordentlich Spaß verspricht hier auf fast 1.500 m über dem Meeresspiegel, wo es zum Baden im See zu kalt ist. Und auch zu windig: denn hier im Windkanal unterhalb des Sees stürzen die Nordwestwinde ungehemmt vom Reschenpass in Richtung Vinschgau, und hier wurde im Jahre 2003 auch die erste Windkraftanlage Südtirols errichtet. Die Bootsfahrt am Reschensee dauert in etwa 45 Minuten und manchmal dürfen kleine Matrosen und Kapitäne auch schon mal selbst ans Steuer.

Aber nicht nur den Kindern, auch den Erwachsenen gefällt diese Schifffahrt auf dem See, bei welcher der Kapitän die Geschichte der in den Fluten versunkenen Dörfer Graun, Reschen und Arlund erzählt. Der Turm ist das letzte Überbleibsel von Alt - Graun. Im Jahre 1949 wurde hier ein Staudamm aufgeschüttet um elektrische Energie zu gewinnen. Bauernhöfe und das alte Kirchenschiff wurden gesprengt, fruchtbare Wiesen und Felder überflutet. Übrig blieb nur der Kirchturm, der heute noch aus dem See ragt, und den man bei dieser Gelegenheit auch mal von einer anderen Seite fotografieren kann.

Den Zusatz „Interregio“ erhielt das Schiff aufgrund der überregionalen Zusammenarbeit zwischen Südtirol, Österreich und der Schweiz zur Finanzierung des Projekts. Ursprünglich diente das Schiff 69 Jahre lang am Tegernsee in Bayern zur Personenbeförderung und wurde schließlich von der Gemeinde Graun im Obervinschgau anlässlich der „Interregio 2000“ gekauft. Seitdem verrichtet es seinen Dienst im Dreiländereck.

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