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Das Becherhaus

BecherhausGar einige Höhenmeter musst Du schaffen, willst Du das Becherhaus, Südtirols höchst gelegenste Schutzhütte, sie befindet sich nämlich auf 3.195 m Höhe, erreichen. Wahrlich kein Kinderspiel und nichts für ungewohnte Wanderer.

Erbaut wurde das Becherhaus bereits im Jahre 1894. Damals trug es den Namen „Kaiser-Elisabeth-Schutzhaus“ und auch heute noch ist diese Bezeichnung in Bergsteigerkreisen sehr bekannt.

Der Bau

Mit dem Transport des Baumaterials, mehr als 25 Tonnen Baumaterial mussten hoch auf den Gipfel transportiert werden, begann man im März 1894. Eine gewaltige Herausforderung: Pferdeschlitten, und Bremsbahnen wie sie früher im Erztransport üblich waren, wurden eingesetzt. Über den Becherfelsen selbst aber, musste alles Material per Muskelkraft hochgeschleppt werden. Dabei waren die Balken teilweise bis zu 12 m lang und an die 80 kg schwer. Viele Einheimische nutzten die Gelegenheit sich eine Kleinigkeit dazu zu verdienen und betätigen sich als Träger im Hüttenbau. Bis dann der erste Boden eingesetzt war, mussten die Arbeiter alle Tage am Abend zur 600 m tiefer gelegenen Teplitzer Hütte absteigen und am nächsten Tag wieder aufsteigen. Danach verbrachten die Männer die Nacht, in warme Decken gehüllt, oben im noch nicht fertigen Bau. Und obwohl im Juni 1894 immense Schneemassen den Bau behinderten, konnte am Abend des 16. August, desselben Jahres wohlgemerkt, und pünktlich zum Geburtstag des Kaisers Franz Joseph I, das Kaiserin-Elisabeth-Schutzhaus feierlich eröffnet werden.

Seit dieser Zeit erfuhr das Schutzhaus einige Renovierungen, bietet heute fließendes Wasser, warme Küche und Platz für 100 Personen. Die kleine Kapelle „Maria im Schnee“ die auch im Becherhaus untergebracht ist, ist übrigens das höchstgelegenste Marienheiligtum der Alpen.

Der Aufstieg

13 km lang ist die Wanderung, welche vom Ridnauntal aus hoch zum Becherhaus führt. Dabei gilt es knappe 1.800 Höhenmeter zu bewältigen. Startpunkt ist der Talschluss des Ridnauntals, auf 1.400 m, von wo aus der Weg mit der Markierung Nr. 9 den Ferner Bach entlang bis zur Aglsbodenalm auf 1.735 m Meereshöhe führt. Immer auf denselben Weg bleibend, er führt rechts an der Alm vorbei, geht es über Serpentinen zu den Hochweiden des Aglsboden hinauf und danach in nordöstlicher Richtung weiter zur Grohmannhütte. Sie befindet sich auf 2.254 m. 300 Höhenmeter höher befindet sich die Teplitzer Hütte, das nächste Etappenziel. Der Wandersteig führt in vielen kleinen Serpentinen zur Hütte empor. Der Weg führt dann in westlicher Richtung weiter. Steinerne Stufen, große Felsbrocken und seilgesicherte schmale Rinnen sind zu überwinden um bis zur Gletscherzunge am Fuße des Becherberges zu gelangen. Etwas Vorsicht ist bei der Gletscherquerung geboten. Dann ist der Punkt für den seilgesicherten Aufstieg erreicht. Auf halben Weg gibt es eine Kreuzung. Der Weg links führt über den Gletscher zur Müllerhütte, steil hinauf hingegen geht es zum Becherhaus. Der Aufstieg allerdings ist bestens gesichert, und je nachdem wie schnell man unterwegs ist, in 5-7 Stunden ist man am Gipfel.

Viele Besucher übernachten im Becherhaus, genießen am nächsten Tag einen wunderbaren Sonnenaufgang, und treten erst dann wieder den Abstieg an. Vergiss aber nicht vorher anzurufen und zu reservieren.

Auch ist das Becherhaus unter Bergsteigern ein beliebter Stützpunkt für weitere Touren, wie zum Zuckerhütl. zum Botzer oder zur Sonnklarspitze.

Eckdaten zur Wanderung:
Start: Talschluss Ridnauntal
Höhenmeter: 1795 hm
Länge: 13 km
Gehzeit: 5 - 7 h

Öffnungszeiten

Ende Juni bis Mitte September

Kontakt:

Becherhaus
Familie Erich Pichler
Tel. +39 0472 656377
Tel. +39 348 6005734
www.becherhaus.com
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