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Schloss Rodenegg

Blick auf das Schloss RodeneggEinst thronte auf der Felsnase oberhalb der Rienz lediglich ein Wohnturm samt Palas. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das von Friedrich I. von Rodank errichtete Schloss Rodenegg jedoch um- und ausgebaut. Im Rahmen von Führungen kann die auf dem Gebiet der Gemeinde Rodeneck gelegene Burg besichtigt werden.

Die Geschichte der wuchtigen Wehranlage zwischen Schabs und Mühlbach beginnt im 12. Jahrhundert. Es ist das Adelsgeschlecht der Herren von Rodank, das den Bau der Burg in Auftrag gibt. Jahrzehnte später, nachdem das Geschlecht der Herren von Rodank ausgestorben war, stand Schloss Rodenegg unter landesfürstlicher Verwaltung, ehe es in den Besitz der Grafen von Wolkenstein-Rodenegg überging. Bekanntester Vertreter dieser Adelslinie war der Dichter und Minnesänger Oswald von Wolkenstein, dessen Nachfahren noch heute die Burg verwalten.

Eingang zum Schloss Rodenegg in der Ferienregion Gitschberg JochtalSchloss Rodenegg in der Ferienregion Gitschberg-JochtalSchloss Rodenegg in Rodeneck im Winter

Nach dem Besitzerwechsel im 16. Jahrhundert wurde Schloss Rodenegg zum prunkvollen Ansitz ausgebaut. Zeugen dieser Zeit können heute im Museum begutachtet werden. Doch so bewundernswert die Stühle, Tische und Kommoden aus dem Spätmittelalter auch sein mögen, die größte Attraktion ist der jahrhundertealte Freskenzyklus zum bekannten Iwein - Epos. Die im ersten Drittel des 13. Jahrhunderts von Hartmann von Aue geschaffenen Abbildungen gelten als die ältesten weltlichen Wandmalereien im deutschsprachigen Raum. Besonders interessant: Die Iweinfresken wurden erst im Jahr 1972 bei Renovierungsarbeiten entdeckt.

 

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Neben den Ausstellungsstücken im Museum sowie den historisch bedeutsamen Fresken dürfen sich Besucher von Schloss Rodenegg im Rahmen der rund einstündigen Führungen auf den einladenden Innenhof samt Familienwappen, den Garten, die Waffenkammer sowie die Burgkapelle zum Hl. Michael mit den Spuren romanischer Wandmalereien freuen. Weniger einladend, dafür aber umso interessanter, gestaltet sich ein Besuch des so genannten „Lauterfresserlochs“. Beim Loch handelt es sich um ein Verlies, in welchem Mathias oder Matheus Perger bis zu seinem Tod festgehalten wurde. Seinen Beinamen - „Lauterfresser“ - verdankt der angebliche Magier, der wegen Hexerei zum Tode verurteilt und im Jahr 1645 auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde, seiner Vorliebe für flüssige („lautere“) Nahrung. Nicht nur Geschichtsinteressierte sollten sich die Besichtigung der bekannten Gefängniszelle auf Schloss Rodenegg in der Ferienregion Gitschberg-Jochtal entgehen lassen.

Öffnungszeiten

1. Mai - 15. Oktober (täglich außer samstags)
Führungsbeginn: 11:30 / 14:30 Uhr
15. Juli - 31. August:
zusätzliche Führung um 15:30 Uhr

Kontakt:

Schloss Rodenegg
Vill 11
I - 39030 Rodeneck
Tel.: +39 0472 454 056
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