Unterwegs in den Bergen:
Schutz-, Berg- und Almhütten in Südtirol

“Auf die Berge will ich steigen, wo die dunklen Tannen ragen, Bäche rauschen, Vögel singen, und die stolzen Wolken jagen." (Heinrich Heine)

Herrlich. Die Sonne scheint, der Blick geht weit. An Deinen Füßen die Bergschuhe, die schon einige Landschaften von oben erblicken durften, links und rechts von Dir, Rucksack und Tourenstöcke. Unter Dir: Südtirol, wie es leibt und lebt. Vor Dir ein kühles Bier, ein Eis oder die typisch zünftige Brettljause mit Südtiroler Speck … was auch immer Dein Herz begehrt. Der Blick ins Tal, auf die umliegenden Gipfel bis in die Ferne. Mittendrin: Schutz-, Berg- und Almhütten.
Ob für die gesellige Einkehr, als Treffpunkt für jene, die den Ruf der Berge gefolgt sind oder als Basislager für Langstreckentouren und Abenteuer – wir stellen Dir vier sehen- und erlebenswerte Hütten vor! Festhalten, es geht einmal kreuz und quer durch ganz Südtirol!

  1. Die Bonner Hütte in Toblach:
    Einmal einen Platz an der Sonne bitte!
     Sommer & Winter
     Übernachtung möglich:  
     Höhe: 2.340 m
     Öffnungszeiten Sommer: Mitte Mai – Mitte Oktober
     Öffnungszeiten Winter: Ende Dezember – Ende Februar

    Bergschuhe: Sitzen. Rucksack: Check. Kamera: Bereit. Startklar? Aber sowas von!
    Die Tour startet in Kandellen bei Toblach mit der Wegnummer 25. Über asphaltierte- und Schotterstraßen, durch den schattigen Wald in Serpentinen empor, bis uns nur noch einige Grashänge von unserem Ziel trennen. Wow. Hier auf 2.340 m Höhe gibt’s ein beeindruckendes Panorama! Wir geben es zu- nicht jeder der Berggipfel ist uns auf Anhieb geläufig, aber der Pächter der Bonnerhütte, Alfred Stoll, kann unsere Wissenslücken füllen und souffliert fleißig: Die Rotwand, die Sextner Dolomiten, die Drei Zinnen, die Geislerspitzen und sogar die Ötztaler Alpen und den König der Berge, den Ortler, hat man hier bestens im Blick.

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    Es ist später Nachmittag, wir sitzen noch eine Weile in der Sonne und sehen uns dann unser heutiges Lager an: Die Bonnerhütte bietet nämlich auch Übernachtungsmöglichkeiten für 25 Personen an, mit Frühstück oder wahlweise auch Halbpension (durchgehend warme Küche von 12-20 Uhr). Die Zimmer & Lager sind urig und mit hellen Holz vertäfelt. Bevor es ins Bett geht, bewundern wir den beeindruckenden Sonnenuntergang. Ob der Sonnenaufgang morgen auf dem Pfannhorn auch so atemberaubend schön sein wird? Alfred Stoll hat nicht zu viel versprochen. Diese Tour entpuppt sich tatsächlich als ein kleines großes Highlight. Am nächsten Morgen sitzen wir auf dem 2.663 m hohen Pfannhorn (1h ab Bonnerhütte), das Gipfelkreuz im Rücken, die ersten Sonnenstrahlen im Gesicht. Diesmal haben wir uns vorbereitet: Die Hohen Tauern mit Großglockner, die Dreiherrenspitze und der Venediger baden im Sonnenlicht und schließen sich der langen Liste der Bergriesen an, die sich hier bestaunen lassen …
    • Bonnerhütte
    • Die Terrasse

     

  2. Die Geisleralm in Villnöss:
    Naturkino der Extraklasse
     Sommer & Winter
     Übernachtung möglich:  
     Höhe: 1.996 m
     Öffnungszeiten Sommer: Mitte Mai – Anfang November
     Öffnungszeiten Winter: Ende Dezember – Ende März

    Fröhlich plaudernd machen wir uns auf den Weg zur Geisleralm, dort wo das Bergpanorama auch als „Naturkino der Extraklasse“ bekannt ist und besonders schön sein soll. Wir biegen um eine der Kurven und es verschlägt uns sprichwörtlich die Sprache: Links und rechts dicht bewachsene Nadelbäume und mittendrinn schiebt sich plötzlich die 3.025 m hohe Furchetta, zusammen mit dem Sass Rigais der höchste Berg der Geislergruppe, ins Blickfeld. Mächtig, atemberaubend, majestätisch sind die Worte die uns dafür als erstes einfallen.

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    Eine Reihe solcher faszinierenden Aussichten begleiten uns auf dem gesamten Weg durch den Naturpark Puez - Geisler. Als wir dann bei der Geisleralm ankommen, sind wir froh noch einen Platz im Außenbereich ergattern zu können. Kaiserschmarrn, der beliebte Geislerburger, Knödel mit Gulasch, Teigtaschen oder Risotto mit Blick auf die mächtige Geislertruppe – Herz was willst du mehr? Übrigens, hier kann man auch wunderbar feiern: Von Jubiläen, Geburtstagsfeiern bis zur Firmenfeier - und sogar Hochzeiten können hier ausgerichtet werden. Gerhard, Hausherr und Mann am Herd, zaubert die kulinarischen Leckerbissen auf den Teller. Sommer oder Winter - ob als Zwischenstopp/Ziel einer Wander-, Berg- oder Mountainbiketour – die Familie Runggatscher hat hier einen Familienbetrieb mit Herz auf die Beine gestellt. Wir kommen auf jeden Fall wieder!
     
    • Geisleralm in Villnöss
    • Kaiserschmarrn

     

  3. Die Mayrl Alm in Obereggen:
    Im Herzen des Latemars
     Sommer & Winter
     Übernachtung möglich:  
     Höhe: 2.050 m
     Öffnungszeiten Sommer: Anfang Juni – Anfang Oktober
     Öffnungszeiten Winter: Anfang Dezember – Sonntag nach Ostern

    Frische Fisch- und Wildgerichte. Spinatnocken mit Butter und Käse. Der Blick in die Teller der anderen lässt unseren Magen rumoren, aber dann: ein großer Dessertteller und süße Apfelküchlein stehen vor unserer Nase, mhmmm… wie das duftet …

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    Nach dem ersten Bissen ist jeder Muskelkater, jede Blase, jeder Stein im Schuh vergessen … Ach so, und die Landschaft, die ist das „i“-Tüpfelchen. Oder doch umgekehrt? Na, beginnen wir besser von vorne: Wir befinden uns mitten im Skicenter Latemar, Sommer wie Winter ein Paradies für Aktivsportler, auf der Mayrl Alm. Mit unseren Skiern erreichen wir die Genussalm über die Pisten 6 und 6a, man erreicht die Alm aber auch zu Fuß beim Winterwandern. Im Sommer führen den Wanderer und Mountainbiker verschiedene Wege zur Hütte mit der großen Sonnenterrasse (und den Apfelküchlein). Nebst genannten gibt’s hier auch noch ein Self-Service und ein Bedienrestaurant, Bar & Schneebar. Und: Die perfekte Aussicht auf das Latemarmassiv. Die Almhütte von Familie Eisath werden wir im Sommer sicher noch einmal besuchen kommen …
    • Mayrl Alm in Obereggen

     

  4. Das Hofer Alpl in Völs am Schlern:
    Uriger Berghüttencharme
     Sommer & Winter
     Übernachtung möglich:  
     Höhe: 1.364 m
     Öffnungszeiten Sommer: Ostern – Anfang November
     Öffnungszeiten Winter: Mitte Dezember – Fasching

    Draußen vor dem Fenster: der Naturpark Schlern-Rosengarten mit Blick auf die Trienter Berge, die Cevedale, die Texelgruppe, die Ötztaler Alpen. Und der erste Sonnenstrahl. Drinnen im Hofer Alpl: Rot-karierte Bettbezüge und Vorhänge. Holzvertäfelte Zimmer. Fichten- und Kieferholz.

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    Echter und uriger Hüttencharme. Wer mag, schläft hier in seinen eigenen 4 Wänden oder schwelgt in Erinnerungen an vergangene Pfadfindertage und Zeltabenteuer und sucht sich im Matratzenlager ein ruhiges Plätzchen. Süße Träume und erholsamen Schlaf findet hier jeder – ob auf den gemütlichen Matratzen oder den traditionellen Bergheusäcken. Den Weg zum Hofer Alpl, den muss man sich zu Fuß erarbeiten, aufgrund seiner Lage im Naturparkgebiet kann die urige Berghütte nicht mit dem Auto erreicht werden. Übernachtungsgäste können aber den Abholservice der Familie Hofer nutzen.
    Wanderwege gibt es, sowohl Sommer als auch im Winter, viele die zu Familie Hofer fühlen. Ein Ort, für alle die sich eine erholsame Auszeit gönnen möchten oder einfach mal wieder Zeit mit ihren Lieben, Familie und Freunde verbringen möchten – empfehlenswert als gesellige Einkehr im Restaurant oder als Urlaub auf 1364 m Höhe.
    • Hofer Alpl

     

     


JuliaAutorJulia
16.06.2017