Veröffentlicht: 01.04.2026 Geschrieben von: Lisa Sinn Lesezeit: 4 Min.
Pilze sammeln in Südtirol ist für viele ein besonderes Naturerlebnis. Zwischen einsamen Wäldern, 4rischer Bergluft und ruhigen Wegen gibt es im ganzen Land zahlreiche Pilzarten zu entdecken. Vor allem im Spätsommer und Herbst zieht es viele hinaus, um essbare Pilze in Südtirol zu suchen. Wer aufmerksam unterwegs ist, kann nicht nur die Ruhe der Natur genießen, sondern hat mit etwas Glück auch schnell den eigenen Korb gefüllt. Die frischen Pilze lassen sich anschließend wunderbar in der Küche verwenden, denn es können sehr viele leckere Rezepte zubereitet werden – dazu später mehr.
Gesetzliche Bestimmungen kompakt erklärt
Wichtig vorab: Beim Pilze suchen in Südtirol gelten einige grundlegende Regeln, die Du unbedingt beachten solltest. Das Pilze sammeln in Südtirol ist mit dem Landesgesetz geregelt, weshalb es einigen Vorschriften unterliegt.
Pilze dürfen prinzipiell nur an geraden Tagen zwischen 07:00 und 19:00 Uhr gesammelt werden. Dabei dürfen Ansässige der Gemeinde bis zu 2 kg und Nichtansässige bis zu 1 kg Pilze pro Tag sammeln. Ansässige müssen ihren Ausweis mit sich führen, Nichtansässige hingegen müssen zudem eine Gebühr von 10€ pro Tag auf das Postkontokorrent der jeweiligen Gemeinde einzahlen. Auf dem Erlagschein muss neben dem Einzahlungsgrund auch der Tag für die Sammelerlaubnis angeführt werden. Daraufhin wird eine Bestätigung ausgestellt, welche bei eventuellen Kontrollen vorgezeigt werden muss.
Außerdem ist es sehr wichtig, die Pilze bereits am Fundort vorsichtig zu entnehmen, grob zu reinigen und sie anschließend in einem festen, offenen und gut durchlüfteten Behälter zu transportieren. Hierbei ist die Verwendung von Rechen oder Harken untersagt.

Wann ist Pilzsaison in Südtirol
Die Pilzsaison in Südtirol beginnt im Sommer und reicht meist bis in den Herbst. Besonders gute Bedingungen entstehen nach warmen Regentagen, wenn der Waldboden ausreichend feucht ist.
Erste essbare Pilze in Südtirol lassen sich je nach Gebiet ab Ende Juni bzw. Anfang Juli finden. Die Hauptsaison erstreckt sich anschließend von August bis September. Auch im Oktober und November ist das Pilze sammeln in Südtirol in einigen Zonen noch sehr gut möglich.
Welche Pilze wachsen in Südtirol
In Südtirol wachsen viele unterschiedliche Pilzarten. Besonders in Misch- und Nadelwäldern lassen sich bekannte Speisepilze finden.
Typische Pilzarten in Südtirol sind Steinpilze, Pfifferlinge, Maronenröhrlinge, Parasol und Täublinge.
Aber Vorsicht: Wer essbare Pilze sammeln möchte, sollte sich gut auskennen, denn nicht alle Pilze sind genießbar.

Die beliebtesten Pilzsorten
Einige Pilzarten sind besonders begehrt und werden beim Pilze sammeln häufig gefunden. Das nachfolgende Diagramm zeigt eine Übersicht der beliebtesten Pilzarten in Südtirol. Am begehrtesten sind eindeutig die Steinpilze, gefolgt von den Pfifferlingen. Auch Maronenröhrlinge sind sehr beliebt, ebenso wie der Parasol, der etwas seltener vorkommt, aber durch seine Größe sofort auffällt.

Ein Blick auf die beliebtesten Pilzarten zeigt schnell, wie vielseitig das Pilze sammeln in Südtirol sein kann. Jede Sorte hat ihre ganz individuellen Merkmale und Besonderheiten, was die Suche im Wald umso spannender macht.
Steinpilz:
Der Steinpilz gehört zu den bekanntesten essbaren Pilzen in Südtirol. Er hat einen dicken, hellen Stiel und einen braunen Hut. Sein festes Fleisch und sein intensiver Geschmack machen ihn in der Küche besonders beliebt.
Pfifferling:
Der Pfifferling ist ziemlich einfach an seiner gelb-orangefarbenen Farbe und an seiner trichterartigen Form zu erkennen. Er hat einen feinen, leicht würzigen Geschmack und wächst häufig in Gruppen. Schaue deshalb immer genauer hin, ob denn nicht vielleicht noch weitere Pfifferlinge in der Nähe sind.
Maronenröhrling:
Der Maronenröhrling hat einen braunen Hut und eine eher weiche Struktur. Er ist mild im Geschmack und wird häufig in Mischwäldern gefunden. Besonders nach regnerischen Tagen ist er oft zahlreich zu finden.
Parasol:
Der Parasol besticht insbesondere durch seine Größe und ist auch geschmacklich ein sehr sehr guter Pilz. Er hat einen auffälligen, schirmförmigen Hut und einen langen Stiel. Besonders lecker schmeckt er gebraten oder auch paniert.
Diese spannende Mischung aus den verschiedenen Pilzarten macht das Pilze suchen in Südtirol besonders abwechslungsreich, sodass sicherlich für jeden Geschmack die passende Art dabei ist.

Praktische Tipps und Sicherheitshinweise
fürs Pilze sammeln in Südtirol
Wer in Südtirol Pilze suchen möchte, sollte stets gut vorbereitet sein. Mit der richtigen Ausrüstung wird die Suche nämlich nicht nur einfacher, sondern auch angenehmer und sicherer.
Beim Pilze sammeln in Südtirol sollte immer ein Korb statt einer Plastiktüte verwendet werden. Zudem ist es ratsam, festes Schuhwerk zu tragen und warme Bekleidung sowie einen Proviant dabei zu haben.
Für den Fall, dass Du dir nicht ganz sicher bist, ob es sich um essbare Pilze handelt, wird es empfohlen, ein Bestimmungsbuch bei sich oder eine App auf dem Handy installiert zu haben. Dennoch ist stets Vorsicht geboten, denn viele essbare Pilze in Südtirol haben giftige Doppelgänger.
Wichtig ist es, nur Pilze zu sammeln, welche eindeutig erkannt werden. Im Zweifel ist es immer besser, sie stehen zu lassen, denn Sicherheit steht beim Pilze suchen in Südtirol immer an erster Stelle.
Respektvoller Umgang im Wald
Ein respektvoller Umgang im Wald ist unabdingbar. Die Natur sollte beim Pilze sammeln in Südtirol immer respektiert werden. Pilze sollten daher stets vorsichtig entnommen werden. Zudem solltest Du immer darauf achten, nicht andere Pflanzen zu beschädigen und die Tiere zu stören.
Ein weiterer sehr bedeutender Punkt, welcher leider oftmals beim Pilze suchen in Südtirol vernachlässigt wird, ist der Müll. Dieser sollte unbedingt mitgenommen und nicht im Wald zurückgelassen werden, um die Natur langfristig gut zu erhalten.

Vom Wald auf den Teller
Frische Pilze sind eine besondere Delikatesse und schmecken umso besser, wenn sie selbst gesammelt wurden. Nicht umsonst ist das Pilze suchen in Südtirol so beliebt. Viele Gerichte lassen sich einfach und schnell verfeinern und gehören mittlerweile zu vielen klassischen Südtiroler Köstlichkeiten einfach dazu.
Von Pilzragout bis Pilzrisotto, die Pilze verleihen jedem Gericht ihre ganz persönliche Note. Ein weiterer Tipp, den Du unbedingt probiert haben musst: Klassische Südtiroler Knödel mit Pfifferlingen, einfach eine herrliche Kombination.
Ob gebraten, als Beilage oder in Pasta-Gerichten, die essbaren Pilze in Südtirol lassen sich vielseitig verwenden. Wichtig ist, sie möglichst frisch zuzubereiten, damit ihr einzigartiges Aroma erhalten bleibt. So wird das Pilze sammeln in Südtirol nicht nur zum Naturerlebnis, sondern auch kulinarisch zum Genuss.
Geschrieben von Lisa Sinn Lisa hat nicht nur beruflich eine Passion für den Tourismus, ihr Herz schlägt auch persönlich fürs Reisen. Reisen bedeutet für sie nah und fern pure Lebenslust und -freude zu verspüren, neue Eindrücke sowie Perspektiven zu sammeln und vollkommen im Moment zu sein. Mehr erfahren über Lisa